Vortrag von Univ.-Ass. Mag.(FH) Dr. Anna Wieder, Universität Wien
Demokratien verbürgen das Recht auf politischen Widerstand einzelner sowie Protestaktionen von Gruppen. Zugleich setzen sie diesen (notwendige) Grenzen, denn nicht jeder Protest verfolgt demokratische Ziele. Wo aber und nach welchen Kriterien verlaufen diese Grenzen und lassen sich Widerstandspraktiken einer normativen Bewertung unterziehen – insbesondere solche, die für sich reklamieren „das Volk“ zu repräsentieren?
Demokratien und ziviler Widerstand stehen in einem spannungsreichen Verhältnis: So verbürgt die Demokratie ebenso das Recht auf politischen Widerstand einzelner wie auf Protestaktionen von Gruppen. Zugleich setzen sie diesen (notwendige) Grenzen, denn nicht jeder Protest verfolgt demokratische Ziele. Wo aber und nach welchen Kriterien verlaufen diese Grenzen? Und lassen sich Widerstandspraktiken einer normativen Bewertung unterziehen – insbesondere solche, die für sich reklamieren „das Volk“ zu repräsentieren? Wann muss Demokratie möglicherweise selbst jenen Kräften widerstehen, die sie auszuhöhlen drohen? Und wie steht es schließlich um den Protest derer, die ihre Teilhabe an demokratischer Selbstbestimmung erst noch erkämpfen müssen?
Eine Analyse und Kritik gegenwärtiger Widerstandspraktiken vom zivilen Ungehorsam über oppositionelle Kontrollpolitik bis hin zur radikaldemokratischen Forderung nach Aufmerksamkeit für bislang nicht anerkannte, stimmlose, übergangene Teilnehmer*innen am politischen Geschehen.
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Teilnahme auch online möglich
