Die Rolle wissenschaftlicher Politikberatung in Krisen
ie ÖAW lädt zur öffentlichen Keynote über "Wissenschaftsfreiheit zwischen Moral und Moralisierung" ein, die Caspar Hirschi, Historiker an der Universität St. Gallen, im Rahmen einer internationalen Konferenz im Festsaal der ÖAW in Wien hält.
Die Rolle wissenschaftlicher Politikberatung in Krisen ist eines der Schwerpunktthemen des Historikers Caspar Hirschi. Der Professor für Allgemeine Geschichte an der Universität St. Gallen kommt im Rahmen einer internationalen und interdisziplinären Konferenz nach Wien und hält im Festsaal der ÖAW die Keynote zum Thema "Wissenschaftsfreiheit zwischen Moral und Moralisierung". Zu Hirschis Forschungsgebieten gehört die Geschichte des Nationalismus und Populismus sowie das Verhältnis von Wissenschaft und Politik im Allgemeinen. Darüber hinaus setzt sich Hirschi gegen populistische Angriffe auf die Autonomie der Universitäten ein.
Caspar Hirschis Vortrag findet im Rahmen von "The Moralization of Science – International Interdisciplinary Conference" statt. Die Konferenz wird vom Human Technology Center der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen organisiert, Mitveranstalter seitens der ÖAW ist Alexander Bogner, Soziologe am Institut für Technikfolgen-Abschätzung der ÖAW. Sie bringt Historiker:innen und Soziolog:innen zusammen, um eine Frage zu erörtern, die sowohl aktuell als auch zutiefst historisch ist: Wie prägen moralische Werte die Wissenschaft, und wie prägt die Wissenschaft wiederum die moralischen und politischen Debatten moderner Gesellschaften? Mit dem Schwerpunkt auf dem Wandel der Beziehungen zwischen Wissen, Ethik, Politik und Gesellschaft im 20. und 21. Jahrhundert untersucht die Konferenz, wie wissenschaftliche Autorität in Diskussionen über Verantwortung, Gerechtigkeit, Aktivismus und das Gemeinwohl Einzug gehalten hat. Von der Informatik über Umweltgedanken und Entwicklungsökonomie bis hin zu den Kämpfen indigener Völker um die Überreste ihrer Vorfahren beleuchtet die Konferenz vielfältige Bereiche, in denen wissenschaftliche Fragen zu Schauplätzen ethischer und politischer Auseinandersetzungen geworden sind.
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