Mitbestimmung mehrsprachig
Demokratie bedeutet Beteiligung: mitreden, gehört werden, anerkannt sein und als Mensch gesehen werden. Sie erschöpft sich nicht in regelmäßigen Urnengängen, von denen in Österreich ca. 20% der Bevölkerung ausgeschlossen sind, weil sie nicht die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Demokratie zeigt sich auch darin, wie wir Menschen wahrnehmen und unser Zusammenleben gestalten.
Viele Menschen in Österreich sind und leben mehrsprachig. Sie selbst, ihre Eltern, Großeltern sind zugewandert; mehrere Sprachen gehören selbstverständlich zu ihrem Alltag. Sie erscheinen vor allem als Menschen, denen etwas fehlt: die deutsche Sprache. Das Recht, die eigene Sprache zu verwenden, ist ein Menschenrecht.
Was bedeutet das konkret für mehrsprachige Menschen in Österreich?
Wie könnte eine gerechtere Sprachenpolitik in Alltag, Bildung und Schule aussehen?
Wie lässt sich Demokratie so gestalten, dass auch jene mitreden und mitgestalten können, die in anderen Sprachen ebenso viel zu sagen haben?
Die Veranstaltung beleuchtet diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven.

