Sollte politische Bildung auf diese Entwicklungen funktional reagieren – also primär als Beitrag zur Stabilisierung und Verteidigung des demokratischen Systems – oder verlangt das gesellschaftliche Ringen um Demokratie heute eine klarere (Re-)Positionierung der politischen Bildung als ein Prozess der Emanzipation? Wie ist der Emanzipationsbegriff in diesem Zusammenhang zu verstehen, und welche Rolle kann er für die politische Bildung heute noch spielen?
Die GPJE-Jahrestagung 2026 nimmt die gegenwärtigen politischen Entwicklungen zum Anlass, um über das Verhältnis von politischer Bildung und Emanzipation nachzudenken und zu fragen, ob und wie eine Aktualisierung und Ausgestaltung des Emanzipationskonzepts als normativer Bezugspunkt politischer Bildung unter veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen heute gelingen kann.
