Hannes Werthner im Gespräch mit Gilg Seeber
Mit der Künstlichen Intelligenz (KI) erleben wir eine neue Welle und einen Höhepunkt der anhaltenden Digitalisierung. Davon sind wir alle betroffen, als Individuen, als Gesellschaft und als Bürger:innen. Die enorme Konzentration von Kapital und Eigentum in den Händen weniger Firmen und Personen ermöglicht diesen, Macht und direkten Einfluss auf die Politik auszuüben, national ebenso wie länderübergreifend. Über Konflikte zwischen amerikanischen Tech-Firmen und der Europäischen Kommission wurde mehrfach berichtet.
Im Anschluss an das letzte Gespräch diskutieren wir dies im Kontext der aktuellen geopolitischen Entwicklungen. Wir fragen, wie die einzelnen Machtblöcke hier aufgestellt sind und wie insbesondere die EU und die Europäische Kommission den wirtschaftlichen Interessen der Tech-Giganten und dem damit einhergehenden politischen Druck begegnen kann.
Eine Veranstaltung des Grätzelmixer Vereins in Kooperation mit Ja Demokratie. Siehe auch https://www.graetzelmixer.at/event/ki-im-geopolitischen-kontext-graetzelfokus/.
Hannes Werthner ist Informatiker, war Professor an der TU Wien und Dekan der Fakultät für Informatik. Seit dem Beginn seiner Karriere beobachtet er, wie digitale Technologien und nun auch künstliche Intelligenz die Welt und auch uns verändern. Dies ist seine Motivation, aus der heraus er das Wiener Manifest für Digitalen Humanismus“ initiierte. In seinem Buch „Digitaler Humanismus – Über Digitalisierung und Künstliche Intelligenz“ (Picus 2025) thematisiert er die fortschreitende Digitalisierung (inklusive Künstliche Intelligenz), beschreibt die enormen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, und analysiert auch deren gravierende Mängel.
Gilg Seeber ist Statistiker und Politikwissenschaftler und war Professor an der Universität Innsbruck.

