21. März 2026
11:00 - 15:00

Jugend & Politik in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung


Jugend & Politik in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung
Tagung: Mehr Mitbestimmung für junge Menschen

 

Aus dem Jugendbericht zur Demokratie und Beteiligung des Vereins Youth Empowerment Participation (YEP) geht hervor, dass junge Menschen mehr politische Mitbestimmung fordern.
Sie fühlen sich jedoch politisch nicht gehört und finden in den etablierten Parteien kaum noch Anknüpfungspunkte. Es ist eine Generation, die sehr individualisiert ist und ihre Informationen und ihre politischen Ansichten über soziale Medien und persönliche Netzwerke formt. Damit einher geht eine Polarisierung der Gesellschaft, wo sich Meinungen und Einstellung zunehmend auseinanderentwickeln.
Die demokratische Mitte kommt unter Druck und die Kompromissbereitschaft nimmt ab. Doch die Demokratie benötigt nicht nur aktive Bürger:innen, die ihre politischen Forderungen einbringen, sondern auch die Akzeptanz von Interessenkonflikten sowie die Bereitschaft, sich auf Aushandlungsprozesse mit Andersdenkenden einzulassen.

 

Was braucht es daher, um eine Generation von Bürger:innen heranzubilden, die diese Entwicklungen kritisch hinterfragt und lernt, damit umzugehen? Welche Rolle spielen (soziale) Medien bei der Ausbildung von polarisierten Haltungen und wie kann hier die Kommunikationskultur verändert werden? Was ist notwendig, um das Vertrauen von jungen Menschen in politische Institutionen wieder herzustellen? Inwieweit kann Holocaust-Education zur Demokratie- und Menschenrechtsbildung beitragen? Diese und ähnliche Fragen sollen bei der Tagung mit Expert:innen diskutiert werden.

 

Programm:

 

Werner Dreier (Historiker, Geschäftsführer 2000 bis 2021 _erinnern.at_ Nationalsozialismus und Holocaust: Gedächtnis und Gegenwart)
Scheitern wir erfolgreich? Holocaust Education in Zeiten der Überforderung

 

Manfred Zentner (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Department für Migration und Globalisierung der Universität für Weiterbildung Krems)
Einstellungen Jugendlicher: Desinteresse oder polarisierte Einstellungen zu Demokratie?

 

Tamara Ehs (Politikwissenschafterin, Demokratieberaterin)
Demokratie und Demographie: Wessen Stimme zählt?

 

Moderation: Walter Reiss
Konzeption und Organisation: Eva Schwarzmayer

 

Weitere Infos 

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