Podiumsdiskussion: Geschlechtsunterschiede in der Wirkung von Medikamenten
Geschlechtergerechtigkeit in der Medizin ist nicht nur eine gesundheitspolitische Frage, sondern auch eine Frage von Gleichbehandlung und demokratischer Rechenschaft. Alle Menschen sollten gleichberechtigten Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen und staatlichen Leistungen haben, das gilt in besonderem Maße für das Gesundheitssystem.
Früher waren Frauen in klinischen Studien deutlich unterrepräsentiert und die medizinische Forschung stärker am männlichen Körper orientiert. Heute nehmen Frauen an Studien wesentlich stärker teil, trotzdem bestehen weiterhin Forschungslücken in Bezug auf Diagnose, Behandlung, Dosierung und Nebenwirkungen von Medikamenten. Demokratische Institutionen und Interessenvertretungen können dazu beitragen, solche Forschungslücken sichtbar zu machen und Veränderungen einzufordern.
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