Publikums- und Podiumsdiskussion
Gefängnisse stehen in Österreich heute wegen offensichtlicher Missstände in Diskussion. Sie verdienen aber auch aus demokratiepolitischen Gründen grundsätzliche Aufmerksamkeit. Das Gefängnis erzieht uns ideologisch. Es lehrt einen einfachen, aber falschen Umgang mit gesellschaftlichen Problemen: Schuldige ausfindig machen, bestrafen und einsperren. Mit diesem Zugang werden autoritäre Lösungen und sozialer Ausschluss normalisiert, sowie Einschränkungen demokratischer Rechte auf jene, die "es verdienen".
Es gibt jedoch auch andere Zugänge zu Kriminalität, die stärker auf Verantwortungsübernahme, Konfliktbearbeitung und organisierter sozialer Unterstützung basieren, und damit auch die Grundwerte demokratischer Kultur beachten und stärken. Ein Mosaik solcher Ansätze soll hier vorgestellt werden, von der Überwindung der Straflogik bis zu sinnvolleren Haftformen, und von wissenschaftlicher Theorie bis zu Beispielen funktionierender Praxis.
Diskutant_innen:
Arno Pilgram, er/ihm, Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie, Wien
Isabella Baksová, sie/ihr, Richtungswechsel, Tallinn
Monika Mokre, sie/ihr, Union für die Rechte Gefangener, Wien
Nicole Lieger, sie/ihr, restorative-justice, Wien
Niki Tsekas, er/ihm, Neustart, Wien
Moderator:
Tommy Stern, er/ihm, Bündnis “Für Demokratie und Respekt”, Wien
Teilnehmende Organisationen:
Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie (https://www.uibk.ac.at/de/irk
Richtungswechsel (https://www.richtungswechsel.
Union für die Rechte Gefangener (https://www.urvg.org/)
Neustart (https://www.neustart.at/)
Bündnis "Für Demokratie und Respekt" (https://www.demokratieundresp
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