23. Oktober 2026
19:00

Gefängnis als Bewährungsprobe für die Demokratie


  Publikums- und Podiumsdiskussion

 

Gefängnisse stehen in Österreich heute wegen offensichtlicher Missstände in Diskussion. Sie verdienen aber auch aus demokratiepolitischen Gründen grundsätzliche  Aufmerksamkeit. Das Gefängnis erzieht uns ideologisch. Es lehrt einen einfachen, aber falschen Umgang mit gesellschaftlichen Problemen: Schuldige ausfindig machen, bestrafen und einsperren. Mit diesem Zugang werden autoritäre Lösungen und sozialer Ausschluss normalisiert, sowie Einschränkungen demokratischer Rechte auf jene, die "es verdienen".

Es gibt jedoch auch andere Zugänge zu Kriminalität, die stärker auf Verantwortungsübernahme, Konfliktbearbeitung und organisierter sozialer Unterstützung basieren, und damit auch die Grundwerte demokratischer Kultur beachten und stärken. Ein Mosaik solcher Ansätze soll hier vorgestellt werden, von der Überwindung der Straflogik bis zu sinnvolleren Haftformen, und von wissenschaftlicher Theorie bis zu Beispielen funktionierender Praxis.

 

Diskutant_innen:

Arno Pilgram, er/ihm, Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie, Wien

Isabella Baksová, sie/ihr, Richtungswechsel, Tallinn

Monika Mokre, sie/ihr, Union für die Rechte Gefangener, Wien

Nicole Lieger, sie/ihr, restorative-justice, Wien

Niki Tsekas, er/ihm, Neustart, Wien

 

Moderator:

Tommy Stern, er/ihm, Bündnis “Für Demokratie und Respekt”, Wien

 

Teilnehmende Organisationen:

Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie (https://www.uibk.ac.at/de/irks/)

Richtungswechsel (https://www.richtungswechsel.or.at/)

Union für die Rechte Gefangener (https://www.urvg.org/)

Neustart (https://www.neustart.at/)

Bündnis "Für Demokratie und Respekt" (https://www.demokratieundrespekt.at/)

 

>Weitere Infos

 

 

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23. Oktober 2026
19:00
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