17. November 2026
19:00

Frieden schaffen


Frieden schaffen
Frieden durch Sicherheit oder Sicherheit durch Frieden?

Vortragsreihe zur politischen Erwachsenenbildung

 

Unter „Grammatik des Krieges“ fasst die Schriftstellerin Marlene Streeruwitz jene Entwicklungen zusammen, die sich seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine vor unser aller Augen abspielen. Krieg auf europäischem Boden ist nicht mehr bloß Vergangenheit oder Möglichkeit, sondern gegenwärtige Realität. Dabei sprechen einerseits Waffen, auf der anderen Seite spielen jedoch auch Prozesse der Normalisierung und Rechtfertigung von kriegerischen Mitteln eine zentrale Rolle. Die Friedensforscherin Claudia Brunner beschreibt ebensolche Prozesse als „diskursive, kognitive und affektive Militarisierung“. Wie kann nun der „Grammatik des Krieges“ ein Vokabular des Friedens entgegengesetzt werden?

 

Anknüpfend an den Schwerpunkt der ÖGPB-Projektförderung 2026 widmet sich unsere diesjährige Vortragsreihe dem Thema „Frieden schaffen“. In Kooperation mit dem Depot und der FAKTory finden im Herbst 2026 vier Vorträge zu folgenden Fragen statt:

 

  • Unter welchen historischen Vorzeichen entstand die österreichische Neutralitätspolitik und wie ist sie heute zu bewerten?
  • Wie kann Solidarität als Grundlage für Frieden gefördert werden?
  • Vor welchen Chancen und Herausforderungen steht die feministische Friedensarbeit?
  • Welche friedenspädagogischen Ansätze existieren in der politischen (Erwachsenen-)Bildung? 

 

Barbara Sieberth
Frieden durch Sicherheit oder Sicherheit durch Frieden?

Europa und viele Länder der Welt rüsten erneut auf und begründen dies mit einem Gewinn an Sicherheit. Es ist aber fraglich, ob Aufrüstung nicht zu noch mehr Spannungen führt. Zudem kostet sie viel Geld, das jetzt schon in den Staatskassen fehlt, und bewirkt eine Verkleinerung der finanziellen Spielräume u. a. bei sozialer Sicherheit, Bildung, ziviler Konfliktbearbeitung und in der Justiz. All das vermindert Sicherheit.
In diesem Vortrag sollen der Friedenslogik und ihrem Blick auf das Thema Sicherheit nachgegangen und Ansätze einer friedensfördernden Erwachsenenbildung vorgestellt werden.

Barbara Sieberth, Geschäftsführerin des Friedensbüro Salzburg

 

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