3. Juni 2026 - 7. Juni 2026
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Dokumentartheater: Eichmann vor Gericht


Dokumentartheater: Eichmann vor Gericht
Dokumentartheater nach den historischen Prozessunterlagen

 

In einer Fassung von Wiebke Melle, Andreas Erdmann und Peter Wittenberg

 

Da die Sicherheitskontrolle für das gesamte Publikum Zeit in Anspruch nimmt, bitten wir Sie bereits

ab 18.45 Uhr am Landesgericht zu erscheinen.

 

Spielstätte Landesgericht für Strafsachen Wien

 

MITTWOCH, 03. JUNI 2026 – SAMSTAG, 04. JUNI 2026 19:30 - 21:25 UHR
Einführung um 18.45 im Buffet des Landesgerichts für Strafsachen Wien

 

SONNTAG, 07. JUNI 2026 17:00 - 18:55 UHR

Einführung um 16.45 im Buffet des Landesgerichts für Strafsachen Wien

 

Als Leiter des sogenannten „Judenreferats“ organisierte Adolf Eichmann während des Nationalsozialismus die Verfolgung, Vertreibung und Deportation von Jüdinnen und Juden und war mitverantwortlich für die Ermordung von sechs Millionen Menschen. Nach Kriegsende gelang ihm wie so vielen NS-Täter:innen auf der sogenannten „Rattenlinie“ die Flucht nach Südamerika. Erst dank seiner Entführung aus Argentinien konnte er schließlich für seine Taten zur Rechenschaft gezogen werden. Im Prozess, der ab 1961 in Jerusalem vor den Augen der Weltöffentlichkeit stattfand, argumentierte er damit, lediglich ein ohnmächtiges Rädchen im Getriebe gewesen zu sein.
Selbst versierte Denker:innen wie Hannah Arendt glaubten in ihm nun vor allem die „Banalität des Bösen“ zu erkennen. Doch Eichmann hatte vor Gericht vor allem eines versucht: den Überzeugungstäter, der er bis zuletzt war, zu verbergen.

Ausgehend von den historischen Mitschriften stellt dieses Stück Dokumentartheater 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs Teile des Prozesses gegen Adolf Eichmann, der in Linz zur Schule ging, nach. Wegen des großen Erfolgs zeigt das Landestheater Linz Anfang Juni Eichmann vor Gericht zusätzlich für mehrere Vorstellungen im Schwurgerichtssaal des Landesgerichts für Strafsachen in Wien. Im Anschluss an die Vorstellungen finden Nachgespräche mit Expert:innen der Rechts- und Geschichtswissenschaften statt.

 

PROGRAMM MIT NACHGESPRÄCHEN & EINFÜHRUNGEN IN WIEN

 

Mittwoch, 3. Juni 2026: (Wien-Premiere)
18.45 Uhr Stückeinführung im Buffet beim Schwurgerichtssaal
19.30 Uhr Vorstellung „Eichmann vor Gericht“ im Schwurgerichtssaal
21.45 Uhr: Nachgespräch mit Regisseur Peter Wittenberg und Dramaturgin Wiebke Melle über die
Entstehung des Projekts „Eichmann vor Gericht“

 

Donnerstag, 4. Juni 2026
18.45 Uhr Stückeinführung im Buffet beim Schwurgerichtssaal
19.30 Uhr Vorstellung „Eichmann vor Gericht“ im Schwurgerichtssaal
21.45 Uhr: Nachgespräch mit Ursula Schwarz und Winfried R. Garscha (beide Dokumentationsarchiv
des Österreichischen Widerstands) zum Thema „Aufarbeitung von NS-Verbrechen in Österreich nach
1945 und Kontinuität von Richtern und Staatsanwälten“

 

Freitag, 5. Juni 2026
18.45 Uhr Stückeinführung im Buffet beim Schwurgerichtssaal
19.30 Uhr Vorstellung „Eichmann vor Gericht“ im Schwurgerichtssaal

21.45 Uhr: Nachgespräch mit Präsident Friedrich Forsthuber und Andreas Sauermoser, Ludwig-
Boltzmann-Institut für Grund- und Menschenrechte, zum Thema „Auf der Suche nach der Wahrheit:

Juristische Aufarbeitung von Diktatur-Verbrechen“

 

Samstag, 6. Juni 2026
18.45 Uhr Stückeinführung im Buffet beim Schwurgerichtssaal
19.30 Uhr Vorstellung „Eichmann vor Gericht“ im Schwurgerichtssaal
21.45 Uhr: Nachgespräch mit Hans Safrian, Historiker, und Doron Rabinovici, Autor
Thema „Irrte Hannah Arendt in Bezug auf Adolf Eichmann?“

 

Sonntag, 7. Juni 2026
16.15 Uhr Stückeinführung im Buffet beim Schwurgerichtssaal
17.00 Uhr Vorstellung „Eichmann vor Gericht“ im Schwurgerichtssaal
19.15 Uhr: Nachgespräch mit Hannah Lessing, Nationalfonds, und Doron Rabinovici, Autor, zum
Thema „Erfüllte der Prozess gegen Eichmann die Erwartungen Israels?“

 

HINWEIS

Da eine Sicherheitskontrolle passiert werden muss, wird gebeten spätestens 40 Minuten vor
Vorstellungsbeginn zu kommen.

 

Stückeinführungen jeweils um 18.45 Uhr, am 7. Juni 16.15 Uhr.
Von 3.6. bis 6.6.2026 kann das Landesgericht mit gültiger Eintrittskarte schon ab 18.00 Uhr (Sonntag,
7.6. ab 15.30 Uhr) betreten werden, das Buffet für kleine Speisen und Getränke ist geöffnet,
Restkarten werden vor der Eintrittskontrolle vor Ort verkauft.

 

Weitere Infos

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