Wie kann die Demokratie wieder stärker zu einer identitätsstiftenden Kraft für unsere Gesellschaften werden
Der Ökonom Hans Gersbach erörtert bei einer Eugen Böhm-von-Bawerk-Lecture an der ÖAW, wie die Demokratie wieder stärker zu einer identitätsstiftenden Kraft für unsere Gesellschaften werden kann.
Die Demokratie steht heute vor tiefgreifenden Herausforderungen: Hohe Unzufriedenheit und Polarisierung, ein erheblicher Vertrauensverlust in politische Akteure sowie die zunehmende Unterstützung für "starke Führer" untergraben ihre Grundpfeiler.
Hans Gersbach, Co-Direktor der KOF Konjunkturforschungsstelle und Ökonom an der ETH Zürich nimmt diese Herausforderungen bei einer Eugen Böhm-von-Bawerk-Lecture an der ÖAW in den Blick. Sein Vortrag "Die Zukunft der Demokratie" stellt innovative Konzepte wie Politische Verträge, flexible Mehrheitsregeln in Parlamenten, Co-Voting-Demokratien und KI-gestützte "Supporter-Demokratien" vor – als mögliche Wege zur Erneuerung liberaler Demokratien. Hans Gersbachs aktuelle Forschung konzentriert sich auf die Gestaltung neuer wirtschaftlicher und politischer Institutionen zum Wohle der Gesellschaft. Darüber hinaus befasst er sich mit der Ausgestaltung makroökonomischer Politik, Innovation und Wachstum, Finanzstabilität und allgemeiner Gleichgewichtstheorie.
Die Eugen Böhm-von-Bawerk-Lectures, die im Rahmen der Akademievorlesungen der ÖAW stattfinden, bringen international angesehene Expert:innen nach Wien, die sich mit der Komplexität wirtschaftswissenschaftlicher Fragen auseinandersetzen.
Weitere Informationen

