Kriegstüchtig werden? Was bedeutet die Militarisierung für Schüler*innen, ihre Lehrer*innen und ihre Eltern? 

 

Hintergründe: Das Bundesheer wirbt mit PR-Kampagnen für „Karriere im Heer“, auch um Frauen wird heftig geworben. Bundesheeroffiziere gehen in großer Zahl in Schulen um Jugendliche für den Wehrdienst vorzubereiten. Die Verteidigungsmi-nisterin machte im Sommer 2025 mit einem Schreiben an alle 17-Jährigen Werbung für den Wehrdienst, von Zivildienst ist darin keine Rede. In der Regierung wird die Verlängerung des Wehrdienstes  diskutiert. Und kürzlich wurde die geistige Lan-desverteidigung in den Lehrplan aufgenommen.

 

Es gab und gibt darüber kaum eine gesellschaftliche Diskussion. Der Krieg wird als unausweichlich dargestellt, während die  Charta der Vereinten Nationen Österreich eigentlich dazu verpflichtet, an der Verhinderung von Kriegen zu arbeiten.  Doch für nicht-militärische Maßnahmen wie verstärkte Diplomatie, soziale, ökonomische, zivile und zivilgesellschaftliche Initiati-ven gibt es wenig bis keine Mittel während die Militärausgaben steigen und die Mobilisierung zur „geistigen Landesverteidi-gung“, insbesondere an den Schulen, zunimmt.

 

Diese Entwicklungen beunruhigt viele Menschen und auch viele Jugendliche sehr. Wir wollen mit dem Dialogforum einen Raum für gesellschaftliche Diskussion über die Militarisierung im Bildungsbereich schaffen und uns folgenden Fragen wid-men: Welche Elemente von Militarisierung sehen wir im Bildungsbereich? Wie geht es Schulen mit dieser Situation und mit dem Anspruch „kriegstüchtig“ zu werden? Wie geht es den  Jugendlichen? Und wie den Eltern?  Wie können wir andere Wege als Aufrüstung einfordern? Welche internationalen Verpflichtungen und Methoden zur friedlichen Beilegung von Kon-flikten gibt es und wie können wird diese auch in Österreich stärken?

 

Programm:

14h: Begrüßung  und Einführung

14h15 – 15h15: Erste Diskussions- und Austauschrunde
SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und Jugendliche nehmen Stellung zum Thema Militarisierung und berichten von ihren Erfahrungen
Kurz-Input und Diskussionsleitung:
Irmtraud Voglmayr Feministische Medienwissenschaftlerin und Soziologin

Pause

 

15h30 – 16h45: Zweite Diskussionsrunde

  • Ilse Rollet, Direktorin der AHS Rahlgasse Wien
  • Larissa Zivkovic, Verbandsvorsitzende Sozialistische Jugend Österreich
  • Ello Wachter, Aktion Kritischer Schüler_innen
  • Claudia Brunner, Friedensforscherin Universität Klagenfurt

16h45 – 17h: Abschlussrunde und danach Vernetzung

Moderation: Anna Laetitia Rauchenwald (Attac) und Rosa Logar (WILPF)

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums

 

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