Für eine unabhängige ORF-Spitze!
Kundgebung am Ballhausplatz (vor dem Bundeskanzleramt)
Die entscheidende Phase für die ORF-Wahl steht an – und unser Druck zeigt Wirkung. Drei Tage vor der ORF-Wahl soll ein öffentliches Hearing der Kandidat_innen stattfinden, wo sie live im TV Rede und Antwort stehen. Doch das Hearing droht jetzt schon zu reiner Symbolpolitik zu werden. Denn Medien zufolge haben sich Parteien anscheinend schon auf einen Favoriten geeinigt. Das würde das Vertrauen in den ORF noch weiter beschädigen. Deshalb fordern wir bei unserer Kundgebung nächsten Donnerstag eine transparente Wahl für eine unabhängige ORF-Spitze.
Vor Ort wird es spannende Reden von Expert_innen vom Presseclub Concordia und anderen Organisationen geben. Auch mit ORF-Mitarbeiter_innen wollen wir Seite an Seite für einen Neustart im ORF aufstehn. Was noch fehlt: Zahlreiche engagierte Bürger_innen wie du, die mit bunten Demoschildern für eindrucksvolle Bilder sorgen. Und: Vor Ort stellen wir einen Kummerkasten auf, in dem wir eure Wünsche und Sorgen zur ORF-Wahl sammeln. Diesen übergeben wir dann dem Stiftungsrat am Küniglberg. Zeigen wir dem Stiftungsrat, wie vielen ein starker ORF wichtig ist. Der ORF gehört uns allen – nicht der Politik.
Unsere Forderung:
“Das ist nicht mein ORF”, sagt die amtierende ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher zu den vielen Skandalen rund um den Ex-Generaldirektor Roland Weißmann und einzelne Stiftungsräte im ORF [2]. Jetzt hat der ORF die Gelegenheit, uns Bürger_innen genau das zu beweisen. Am 11. Juni wird der/die nächste_r Generaldirektor_in vom Stiftungsrat gewählt.
Bislang haben die stärksten Parteien bestimmt, wer diesen wichtigen Posten bekommt. Damit muss Schluss sein – der ORF gehört uns allen. Schließlich finanzieren wir ihn mit der Haushaltsabgabe. Und gerade in Zeiten von Falschinformationen und rechtsextremer Propaganda brauchen wir Bürger_innen auch öffentlich-rechtliche Medien, auf die wir vertrauen können. Deshalb fordern wir den Stiftungsrat dringend auf, die kommende Wahl transparent zu machen und frei von parteipolitischen Interessen zu halten. Es braucht:
- Qualifizierte und unabhängige Kandidat_innen, statt Partei-Freund_innen.
- Öffentliche Hearings mit Platz für Fragen, statt einer Wahl hinter verschlossenen Türen.
Schon Anfang Juni findet die Wahl statt – viel Zeit bleibt uns also nicht mehr. Wenn sich jetzt viele Menschen unserer Forderung anschließen, zeigen wir dem Stiftungsrat, dass es großes öffentliches Interesse an der kommenden Wahl gibt.
