Die christlichen Kirchen haben sich sowohl in ihrer Sozialethik als auch in der Praxis für solidarische gesellschaftliche Strukturen stark gemacht. Die Katholische Sozialakademie Österreichs (ksœ) skizziert Josef P. Mautner als Impulsgeberin für gesellschaftliche Veränderung. Die Buchpräsentation bietet Einblicke in die Arbeit der ksœ von ihrer Gründung 1958 bis zum sogenannten „Relaunch“ 2021. Zusätzlich werden Zukunftsperspektiven für gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen gegeben. Einige dieser Zukunftsperspektiven – Demokratiebildung und politische Erwachsenenbildung – werden im anschließenden Gespräch zum Thema.
Josef P. Mautner:
„Die ksœ hat über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg die Katholische Soziallehre in den Bereichen von Forschung, Erwachsenenbildung sowie betrieblicher Entwicklungsarbeit in Kirche und Gesellschaft eingebracht. Sie war eine wesentliche Akteurin in sozialethischen und gesellschaftspolitischen Diskursen.“
Sieglinde Rosenberger:
"Wir stehen gerade noch an einer Gabelung: Demokratie oder Autokratie. Der politischen Erwachsenenbildung kommt in einer Zeit, in der vielerorts die Demokratie ‚im Sterben‘ liegt, eine wichtige Bildungs-Aufgabe zu. Demokratie ist zu stabilisieren und sie ist zu verbessern - indem sie erfahren und gespürt wird. Bildungspolitische Geh- und Kommstrukturen, in Kooperation mit einer Demokratie-loyalen Zivilgesellschaft, geben auf diese Herausforderungen Antworten. Darüber will ich sprechen!“
Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Katholischen Arbeiter:innen Bewegung Österreich (KABÖ) und dem Renner-Institut.
Alle Infos zum Buch: "Seismograph und Impulsgeberin: Die Katholische Sozialakademie Österreichs 1958–2021" von Josef P. Mautner
Mitwirkende:
Josef P. Mautner
Literaturwissenschafter und Theologe, freier Schriftsteller., jahrelang in Projekten sowie als Mitglied des Kuratoriums mit der ksœ verbunden; in der Flüchtlings- und regionalen Menschenrechtsarbeit tätig. Publikationen u.a. zu literaturwissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Themen. Schwerpunkte: Ästhetik als gesellschaftliche Wahrnehmung und Friedensethik.
Sieglinde Rosenberger
bis 2022 Universitätsprofessorin an der Universität Wien für Politikwissenschaft, Forschung und Lehre zu österreichischer Politik und EU, Gender und Religion, Migration und Asyl. Seminare in der politischen Erwachsenenbildung wie z.B. in der ksœ, Politische Bildung in Schulen und Vorträge zu Demokratie und zivilgesellschaftlichem Handeln; aktuell engagiert in Initiativen zur Demokratie-Resilienz.
