Bildung als Aushandlungsraum von Differenz, Macht und Zugehörigkeit
Die erste Fachtagung Migrationspädagogik veranstaltet vom Institut für Migrationspädagogik (MIGPÄD) findet am Abendgymnasium Wien statt. Als Institution steht es für das gesellschaftliche Versprechen, dass Bildungswege nicht endgültig verschlossen sein sollen. “Nie soll unsere Schule der Grund dafür sein, dass Studierende sie wieder verlassen,” so das Leitbild des Abendgymnasiums.
Migrationspädagogik fragt nicht primär nach Integration oder Förderung von Menschen mit Migrationsgeschichte, sondern danach, wie Migration als Kategorie im pädagogischen Feld diskursiv, institutionell und praktisch hervorgebracht wird. Kulturalisierungen und Ethnisierungen werden als Machtpraktiken sichtbar gemacht, pädagogische Subjektivierungen und Zugehörigkeiten analysiert und eine kritische Reflexivität gegenüber den eigenen Normen, Kategorien und Handlungspraktiken eingefordert.
Im Rahmen der Fachtagung wird in diesem Sinne Bildung als Aushandlungsraum von Differenz, Macht und Zugehörigkeit sichtbar gemacht und kritisch reflektiert. Migrationspädagogik ist dabei analytischer Reflexionsrahmen, der Bildung aus einer machtkritischen Perspektive unter den Bedingungen migrationsgesellschaftlicher Normalität analysiert.
Keynotes: Paul Mecheril, Josephine Apraku.
Außerdem mit: Fikri Anıl Altıntaş, Saška Dimić, İnci Dirim, Henrie Dennis, Ali Dönmez, Marina Gržinić, Andrea Hubin, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Eşim Karakuyu, Mariyam Malik, Daphne Nechyba, Anahita Neghabat, Jessica Nogueira Varela, Rubia Salgado, Karin Schneider, Parissima Taheri-Maynard, Claudia Tazreiter, Mara Verlic, Vina Yun und mehr.
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