Gerda Neyer ist Politikwissenschafterin und Demographin, Vorstandsmitglied der feministisch-entwicklungspolitischen Initiative Frauen*Solidarität, Wien. Sie ist Expertin für Sozialpolitik, Reproduktions- und Familienpolitik aus geschlechterpolitischer Perspektive.
Statement
Demokratie ist die Möglichkeit, die Gegenwart und Zukunft unserer Gesellschaft und der Welt mitgestalten zu können. Beitragen zu können, dass alle Menschen ein gutes Leben haben können, das ermöglicht nur Demokratie. Abbau von Demokratie bedeutet immer Verlust von Rechten und Mitgestaltungsmöglichkeiten, wachsende Ungleichheit durch Ausschluss und Diskriminierung von anderen, Zunahme von Gewalt in allen Formen, Zerstörung von gesellschaftlichem Zusammenhalt, gegenseitigem Respekt und sozialer Verantwortung für alle. Sozialpolitik und Demokratie sind untrennbar miteinander verbunden. Demokratie und Sozialstaat beruhen beide auf dem Prinzip der Gleichheit und Mitgestaltungsmöglichkeit. Alle sollen ein gutes Leben haben, alle sollen zu diesem guten Leben beitragen. Daher sind demokratische Prozesse unabdingbar für Erhalt und Entwicklung von Sozialstaat und Sozialpolitik, die nachhaltig, rechtsbasiert, gleichheits- und zukunftsorientiert ein gutes Leben für alle sichern.
