Esther Hörantner, Expertin für internationale Zusammenarbeit, Prozessbegleiterin und Organisationsentwicklerin; ihr Schwerpunkt liegt auf der Stärkung von Demokratiekultur in Bildungskontexten. Georg Blaha war Mitarbeiter an der Pädagogischen Hochschule Wien/Krems für Friedens- und Demokratiepädagogik (bis 2023) und berät heute Schulen bei der Entwicklung einer demokratischen Schulkultur im Rahmen von Schulentwicklungsprozessen.
Statement
Wo können junge Menschen eine demokratische Kultur besser lernen als in ihrer täglichen Lebenswelt Schule – vorausgesetzt, die erwachsenen Schulangehörigen von Direktorin über Lehrende, Nichtlehrpersonal bis zum Schulwart machen sich gemeinsam in einem Schulentwicklungsprozess auf diesen Weg. Schule als Ort zur Aneignung einer demokratischen Kultur – was utopisch klingen mag, beginnt an immer mehr Schulen zu wachsen: zB durch regelmäßige Klassenräte, in denen die Schüler*innen ihre eigenen Anliegen zum Schulalltag möglichst selbstorganisiert klären und dabei lernen, dass Demokratie viel mehr bedeutet, als Mehrheitsentscheide. In einem Schulkonvent kann sich die Schule eine demokratische Schulverfassung geben, die auf dem freiwilligen Verzicht auf Alleinentscheidungsrechte der jeweiligen Funktionsträger*innen zugunsten partizipativer Prozesse basiert und schrittweise weiterentwickelt wird.
