Adham Hamed

Adham Hamed

Demokratie und internationale Konflikte

Adham Hamed ist Politikwissenschafter mit Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung am Austrian Centre for Peace und an der Universität Wien. Themen: Internationale Beziehungen, Konflikttransformation, Mediation, Nahostkonflikt.

Statement

Demokratie ist für mich ein kontinuierlicher Aushandlungsprozess gemeinsamer Regeln, innerhalb meist stabiler Institutionen, die die Rechte des Einzelnen garantieren und schützen. Dort, wo diese durch Kriege und Konflikte nicht ausreichend vorhanden sind oder durch autokratische Systeme unter Druck stehen, ist es wichtig, marginalisierte Positionen sichtbar zu machen und Institutionen inklusiver zu gestalten. Das gilt auch für die Bearbeitung internationaler Konflikte wie im Nahen Osten. Dort verengt sich der Blick oft auf Staats- und Regierungschefs. Aus der empirischen Forschung wissen wir jedoch, dass Abkommen nachhaltiger sind, wenn sich unterschiedliche gesellschaftliche Akteure beteiligen und ihre Positionen Gehör finden. Dies stärkt demokratische Teilhabe und ist mir persönlich wichtig. Ich beschäftige mich daher mit Möglichkeiten, Friedensprozesse ergänzend zur klassischen Spitzendiplomatie um zusätzliche Akteure und Ebenen zu erweitern. Durch die Beteiligung direkt betroffener Gruppen lässt sich sicherstellen, dass ihre Anliegen berücksichtigt werden und dass Frieden jenseits von Waffenstillständen durch konkreten Beziehungsaufbau getragen wird.

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